Die Haskey Vision

Das Haskey-Projekt Ghana will dazu beitragen, Kindern und jungen Erwachsenen mit intellektuellen Beeinträchtigungen in Ghana ein menschenwürdiges Leben als akzeptierte Mitglieder in der Gemeinschaft zu ermöglichen. In Kumasi, der zweitgrößten Stadt Ghanas mit über 2 Mio. Einwohnern soll ein Zentrum entstehen, in dem betroffene Eltern Rat und Unterstützung erhalten und ihre Kinder pädagogisch betreut werden. Ziel ist es, dieses Zentrum auf dem ca. 1,5 ha großen Grundstück sukzessive weiterzuentwickeln und auszubauen.

 

Geplant sind neben einer integrativen Tagesbetreuung mit heilpädagogischem Schwerpunkt Werkstätten, in denen junge Erwachsene ihren jeweiligen Fähigkeiten entsprechend verschiedene Handwerke lernen können wie beispielsweise die Herstellung von traditionellem Perlenschmuck oder Batikstoffen. Die hier entstehenden Produkte, ebenso wie die Erzeugnisse einen eigenen ökologischen Landwirtschaft sollen langfristig zur Finanzierung des Projektes beitragen.

 

Teilhabe an der Gesellschaft

Durch gezielte Öffentlichkeits- und Informationsarbeit möchte der Verein sowohl über Ursachen von Behinderungen als auch über Unterstützungsmöglichkeiten aufklären  und somit dazu beitragen, Diskriminierung abzubauen und die aktive Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft zu ermöglichen.

 

Ein besonderer Schwerpunkt des Haskey-Zentrums wird die Integration in die lokale Community sein - es soll keine abgeschottete Sonderwelt sondern ein lebendiger Ort des Austausches entstehen. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung sollen hier von einander lernen können und so ganz zwanglos dazu beitragen, dass Vorurteile und negative mythische Vorstellungen von Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen für zukünftige Generationen abgebaut werden.

 

Es wird eine Zusammenarbeit mit Regelschulen angestrebt, die sich bei entsprechender Aufklärung und Unterstützung durch Haskey-Mitarbeiter bereit erklären könnten, Kinder mit erhöhtem Unterstützungsbedarf aufzunehmen.

 

Für die jungen Erwachsenen sollen langfristig durch Zusammenarbeit mit der Community und anderen Netzwerken nach Möglichkeit Arbeitsplätze ausserhalb des Haskey-Zentrums geschaffen werden.

 

Prävention statt Intervention

Die ambulante Beratung und Unterstützung von Familien behinderten Kindern wird eine weitere wichtige Säule des Haskey-Projekts bilden. Durch möglichst frühzeitige Informationsarbeit und Hilfeplanung kann präventiv gearbeitet und adäquate medizinische und soziale Unterstützung bereitgehalten werden. Da die Mitarbeiter des Projekts vor Ort ebenfalls Ghanaer und somit aus dem gleichen Kulturkreis sind, ist es ihnen möglich, unter Kenntnis und Berücksichtigung regionaler Vorstellungen Aufklärungsarbeit in den unterstützten Familien und ihrem Umfeld zu leisten und somit einer drohenden Ausgrenzung und Stigmatisierung des beeinträchtigten Kindes innerhalb der Familie bzw. des sozialen Umfeldes vorzubeugen und entgegenzuwirken.

 

Eine möglichst frühe Förderung von entwicklungsauffälligen Kleinkindern kann ausserdem entscheidend dazu beitragen, eine drohende Behinderung abzuschwächen oder zu verhindern, die weitere Entwicklung positiv zu beeinflussen und vorhandene Ressourcen bestmöglich zur Entfaltung zu bringen.